Das Chinesisch-Deutsche Forum zu Städte- und Provinzpartnerschaften -- neue Chancen für Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen

Am 15. Juni veranstaltete der Chinesischen Volksvereinigung für Freundschaft mit dem Ausland (CPAFFC) ein Online-Forum zur chinesisch-deutschen Städtefreundschaft mit dem Titel „Grün und digital - Neue Impulse der Zusammenarbeit“. An der Eröffnungsfeier nahmen u. a. Lin Songtian, Präsident des CPAFFC und dessen Vizepräsident Yan Dong, der Botschafter der Volksrepublik China in Deutschland Wu Ken, der Vizegouverneur der Provinz Shandong Ling Wen, Dr. Frank Rückert von der deutschen Botschaft in Beijing, Melanie Huml, Staatsministerin des Freistaats Bayern und Edeltraud Klabuhn, Vertreterin der Duisburger Oberbürgermeister, teil. Präsident der Gesellschaft für Chinesisch-Deutsche Freundschaft und ehemaliger Botschafter der Volksrepublik China in Deutschland, Shi Mingde und Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher China-Gesellschaften e.V., Eberbach, hielten bei der Abschlusszeremonie abschließende Reden.



Vertreter der lokalen Regierungen, der Nationalen Volkskongresse und der Außenministerien von acht chinesisch-deutschen Partnerprovinzen und drei Partnerstädten hielten Vorträge. Darunter waren Guo Ningning, ständiger Vize-Gouverneur der Provinz Fujian, Zhao Haishan, Vize-Gouverneur der Provinz Hubei, Zhang Xin, Vize-Gouverneur der Provinz Guangdong, Mo Gongming, stellvertretender Vorsitzender des Volkskongresses der Stadt Chongqing. Darunter waren Guo Ningning, ständiger Vize-Gouverneur der Provinz Fujian, Zhao Haishan, Vize-Gouverneur der Provinz Hubei, Zhang Xin, Vize-Gouverneur der Provinz Guangdong, Mo Gongming, stellvertretender Vorsitzender des Volkskongresses der Stadt Chongqing, Heike Raab Staatssekretärin von Rheinland-Pfalz, Bernd Buchholz, Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Corinna Nienstedt, Leiterin des Staatsamtes von Hamburg, Michael Jäcke, Bürgermeister von Minden, Bernhard Weber, Repräsentant des Freistaats Bayern in China, usw. Die Leiter und Vertreter von 16 chinesisch-deutschen Unternehmen, darunter BMW, Volkswagen, SAP, Shandong Schwerindustrie, iFLYTEK, H3C und Aliyun, stellten sich online oder per Video vor und sprachen über die fruchtbare und für beide Seiten vorteilhafte deutsch-chinesische Zusammenarbeit und neue Möglichkeiten. Rund 300 Personen aus allen Bereichen in China und Deutschland nahmen an der Online-Veranstaltung teil.



Lin Songtian sagte, dass sich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Deutschland in diesem Jahr zum 50sten Mal jährt. Vor fünfzig Jahren führten die Staats- und Regierungschefs beider Länder mit politischer Weisheit und Weitsicht zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Im neuen Jahrhundert haben die chinesisch-deutschen Beziehungen einen „Dreisprung“ vollzogen, und es wurde eine „umfassende strategische Partnerschaft“ begründet. Die Geschichte und die Realität des seit einem halben Jahrhundert bestehenden chinesisch-deutschen und chinesisch-europäischen Umgangs miteinander zeigen, dass beide Seiten die wichtigsten Handelspartner des jeweils anderen sind und sich gegenseitig begünstigen. Es entspricht den Interessen den chinesisch-deutschen und den chinesisch-europäischen Völkern, die Entwicklungsinteressen tief zu integrieren, gesunde und stabile Beziehungen zwischen beiden Seiten aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln, ihre jeweilige strategische Autonomie zu wahren. Und es zeigt, dass Ost und West in Frieden zusammenleben, kooperieren und sich gemeinsam entwickeln können, solange man sich gegenseitig respektiert, nach Gemeinsamkeiten sucht und dabei Unterschiede, Gleichheit und gegenseitigen Nutzen beibehält.


Lin Songtian äußerte sich positiv darüber, dass die chinesisch-deutschen Partnerstädte ein starkes Band der Freundschaft zwischen dem chinesischen und dem deutschen Volk geknüpft hätten, und drückte seine Bereitschaft aus, mit der deutschen Seite zusammenzuarbeiten, um den wichtigen Konsens, den die Staats- und Regierungschefs beider Länder erreicht hätten, ernsthaft umzusetzen, mehr Plattformen für den freundschaftlichen Austausch und die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen den lokalen Regierungen, insbesondere zwischen Partnerstädten und Unternehmen, zu schaffen. Man solle den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten in den Bereichen Kultur, Bildung, Tourismus, Denkfabriken und Medien weiter vertiefen, das gegenseitige Verständnis, die Freundschaft und das Vertrauen zwischen den beiden Völkern verbessern und die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit in den Bereichen grüne und kohlenstoffarme Entwicklung, Innovation und Transformation, erneuerbare Energien, neue Infrastruktur, digitale Wirtschaft, Plattformwirtschaft und städtische Verwaltung fördern, um den beiden Ländern und ihren Völkern mehr Nutzen zu bringen.



Wu Ken sagte, dass die 50 Jahre seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Deutschland eine Erfolgsgeschichte der gemeinsamen Entwicklung und der gegenseitigen Schaffung der Errungenschaften geschrieben hätten. Trotz der Unterschiede in der Geschichte, der Kultur, den politischen Systemen und dem Entwicklungsstand der beiden Länder gebe es keinen grundlegenden Interessenkonflikt, und die gemeinsamen Interessen überwogen bei weitem die Unterschiede. Die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit auf lokaler Ebene sei schon immer ein wichtiger Bestandteil und eine treibende Kraft der chinesisch-deutschen Beziehungen. Chinas 14. Fünfjahresplan und Deutschlands grüne Energiewende und digitale Entwicklung stünden miteinander im Einklang. Es gebe neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern mit großem Potenzial für die lokale Kooperation.


Ling Wen sagte, dass sich die Wirtschafts- und Handelskooperation zwischen Shandong und Deutschland in den letzten Jahren weiter vertieft habe. Die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit in einer Reihe von Wirtschaftszweigen, darunter High-End-Fertigung, Informationstechnologie, erneuerbare Energien, Biomedizin und Handel, werde intensiver und schreite immer weiter voran. In diesem Jahr werde das 35-jährige Bestehen der freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Provinz Shandong und dem Bundesstaat Bayern begangen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Gebieten sei eng und habe fruchtbare Ergebnisse erzielt. Shandong werde die Zusammenarbeit mit den deutschen Partnern in Schlüsselindustrien weiter verstärken, den Umfang der gegenseitigen Investitionen kontinuierlich ausbauen, das gegenseitige Verständnis zwischen den beiden Völkern fördern und die Kontakte der beiden Völkern verstärken.


Hummel sagte, dass die Organisation des Forums eine gute Gelegenheit biete, das 50-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und China zu feiern. Bayern habe seit langem gute Beziehungen zu China, dem weltweit wichtigsten Handelspartner Bayerns. 1500 bayerische Unternehmen pflegten Geschäftsbeziehungen mit China. Zahlreiche chinesische Unternehmen investierten erfolgreich in Bayern. Bayern habe den Erfolg der chinesischen Reform- und Öffnungspolitik miterlebt und sei Zeuge der rasanten Entwicklung des Landes. Bayern messe der Freundschaft mit den Provinzen Shandong und Guangdong große Bedeutung bei und freue sich darauf, die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit mit den chinesischen Partnern in Bereichen wie der Bekämpfung des Klimawandels und neuen Energietechnologien zu verstärken.


Rückert sagte, die 50 Jahre diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und China seien 50 Jahre des gegenseitigen Lernens und Verständnisses zwischen den beiden Völkern. Sowohl Deutschland als auch China setzten sich für die Bekämpfung der Klimakrise und die Entwicklung ihrer jeweiligen Volkswirtschaften ein. Die lokalen Regierungen in Deutschland und China würden eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Energiewende und der digitalen Transformation spielen.


Duisburg und die chinesische Stadt Wuhan, die 1982 die erste Städtepartnerschaft zwischen Deutschland und China aufgenommen hätten, würden in diesem Jahr das 40-jährige Bestehen ihrer Zusammenarbeit groß feiern, so Klabuhn. Als Europas größter Stahlproduktionsstandort und bedeutender Binnenhafen beschleunige Duisburg seine Transformation von einem Industriegebiet in einen großen ökologischen Park und möchte seine Zusammenarbeit mit Wuhan in den Bereichen erneuerbare Energien und intelligente Logistik verstärken.


In den beiden Unterforen „Grüne Zusammenarbeit“ und „Digitale Zusammenarbeit“ blickten die Leiter und Vertreter der deutsch-chinesischen Freundschaftsgebiete und -städte auf die Geschichte ihrer Freundschaft zurück, fassten die Ergebnisse ihres Austauschs zusammen und gaben einen Ausblick auf die Möglichkeiten der Zusammenarbeit, und äußerten sich außerdem positiv darüber, dass die Zusammenarbeit zwischen den Partnerstädten eine wichtige Plattform für den freundschaftlichen Austausch zwischen den Völkern, die für beide Seiten vorteilhafte wirtschaftliche und handelsbezogene Zusammenarbeit und das gegenseitige Lernen zwischen Zivilisationen darstelle. Sie freuen sich darauf, die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit in Bereichen wie grüne und kohlenstoffarme Technologien und Digitalisierung zu vertiefen und einen größeren Beitrag zur Bewältigung der Klima- und Gesundheitskrise sowie zur Förderung der multilateralen und globalen Governance zu leisten. Deutsche Geschäftsleute äußerten sich zuversichtlich über die enormen Entwicklungschancen auf dem chinesischen Markt und ihre Bereitschaft, sich in China zu verwurzeln.


Das Forum war Teil einer Reihe von Veranstaltungen zur Feier des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Deutschland. Die Veranstaltung wurde von lokalen Behörden und Unternehmen aus beiden Ländern gut besucht und fand ein positives Echo in den Medien, was den gemeinsamen Wunsch der Menschen beider Länder zeigt, auf Freundschaft und eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit hinzuarbeiten.


Quelle: Offizielle Website der CPAFFC